Update #7
vor 9 Tagen

Das Schmerz(ke)t!

Vom Hahnenschrei aufgeweckt, hatten wir heute den außergewöhnlichsten und schönsten Frühstücksplatz: Direkt neben der Alpakaweide. Vor unserem Aufbruch zur letzten Etappe bekamen wir dann sogar noch die Gelegenheit, mit auf die Weide zu kommen, die Alpakas unsere Füße beschnuppern zu lassen und sie zu streicheln. Wen es am Wochenende mal nach Rietz verschläg, der sollte auf jeden Fall mal bei den Rainbow Alpakas vorbeischauen.

Der letzte Punkt, um Müll abzuladen, befand sich heute im Brandenburger Ortsteil Schmerzke. Dieser Ortsname passte zu unserem Weg bis dorthin. Zuerst mussten wir uns von Benni, einem unserer Mitstreiter von Anfang an, verabschieden, der heute noch den Weg nach Rostock zurücklegen muss. Dann konnten wir keinen Meter gehen, ohne auf Müll zu stoßen. Für gerade mal eineinhalb Kilometer brachten wir zwei Stunden und machten dabei einige Entdeckungen, die ziemlich aufs Gemüt schlugen. Als erstes fanden wir die Leiche eines kleinen Nagetiers, vielleicht eines Hasens, in eine Bäckertüte gestopft. Danach stießen wir auf eine überfahrene Katze und schließlich auf eine illegale Müllhalde. Die große grüne Tonne, die dort lag, füllten wir komplett mit dem herumliegenden Schrott. Leider waren wir nicht in der Lage, alles anzutransportieren, haben die Stelle aber sofort gemeldet, sodass der Müll hoffentlich bald abtransportiert wird. So wurde unsere letzte auch gleichzeitig zu unserer müllreichsten Etappe: Ganze 57,68 Kilo brachten wir auf die Waage.

In Schmerzke erfolgte der zweite traurige Abschied des Tages: Wir trennten uns von unserem liebsten Fundstück, dem Einkaufswagen, ohne den wir niemals solche Mengen Müll durchs Havelland hätten transportieren können. 196,28 Kilo haben wir im Laufe der Woche gesammelt. Doch nicht nur der glückliche Fund des Einkaufswagens hat uns dies ermöglicht, sondern auch die vielen Menschen, die uns unterstützt und uns ein Dach überm Kopf oder eine Wiese unterm Zelt gegeben haben. Dafür sind wir unendlich dankbar!

Der Weg von Schmerzke bis Brandenburg wurde noch mal zu einer besonderen Herausforderung, da er streckenweise ungeeignet dafür war, unseren schon etwas lädierten Bollerwagen darauf zu ziehen, sodass wir ihn tragen mussten. In Brandenburg angekommen wurden all unsere Strapazen belohnt: Wir dürfen heute Nacht in einer Holzhütte direkt an der Havel übernachten.

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Warum ich mich für Lebendige Meere einsetze
Wir von der WWF-Jugend starten einen Clean Up Walk! Dabei starten wir in Berlin und wandern von Werder über Potsdam bis nach Brandenburg und sammeln auf der Strecke so viel Müll, wie wir in der Landschaft finden können. Für jedes Kilo Müll sammeln wir Spenden für den WWF, der die Plastikvermüllung auch dort stoppen will, wo sie am schlimmsten ist: in Südostasien. So bewirken wir gleichzeitig etwas hier und am anderen Ende des Globus.

Lebendige Meere

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